Posts

12. Tag - Hundsee - Berghaus Bundalp (Griesalp)

Bild
  12.08.2025 – Etappe 12: Sefinenfurgge (Hundsee) – Berghaus Bundalp (Griesalp) Distanz:  8.5 km Aufstieg:  680 m Abstieg:  1’195 m Gehzeit:  ca. 4 h Nach einer unvergesslichen Nacht am  Hundsee  stand gleich am Morgen der letzte Anstieg zur  Sefinenfurgge (2’612 m) auf dem Programm. Oben eröffnete sich ein atemberaubendes Panorama: eine hochalpine, wilde Landschaft, geprägt von Geröllfeldern, kargen Felsen und der imposanten Rundsicht auf die Gipfelwelt zwischen Schilthorn und Blüemlisalp. Der Abstieg ins  Kiental  war steil und anspruchsvoll, führte zunächst über Geröll und gesicherte Passagen, später über grüne Alpweiden. Schritt für Schritt veränderte sich die Szenerie – vom rauen Hochgebirge hinunter in eine sanftere Alplandschaft. Nach den letzten Tagen mit Zeltübernachtungen entschieden wir uns diesmal für etwas mehr Komfort und verbrachten die Nacht im  Berghaus Bundalp  ( bundalp.ch ). Das Berghaus war ein absoluter Gl...

11. Tag - Lauterbrunnen - Nähe Hundsee

Bild
11.08.2025 – Etappe 11: Lauterbrunnen – Sefinenfurgge (Hundsee) Distanz:  14 km Aufstieg:  1’633 m Abstieg:  185 m Gehzeit:  ca. 6 h Die eigentlich sehr lange Via-Alpina-Etappe bis nach Griesalp haben wir bewusst aufgeteilt. Statt den ganzen Weg an einem Tag zu gehen, entschieden wir uns für die kürzere, aber intensive Variante bis in die Nähe der  Sefinenfurgge (2’612 m)  – ein Übergang, der landschaftlich zu den eindrücklichsten der gesamten Tour gehört. Der Aufstieg begann im  Lauterbrunnental , umgeben von steilen Felswänden und tosenden Wasserfällen. Besonders imposant: der  Staubbachfall , mit 300 m der höchste frei fallende Wasserfall der Schweiz. Über Waldwege und Bergpfade erreichten wir das autofreie Dorf  Mürren , das direkt vis-à-vis von Eiger, Mönch und Jungfrau liegt – ein Panorama wie aus dem Bilderbuch. Von Mürren aus folgte ein steiler Anstieg über Alpweiden und Aussichtspunkte wie das  Bryndli , mit Blick hinüber zum ma...

10. Tag Grindelwald - Lauterbrunnen

Bild
  10.08.2025 – Etappe 10: Grindelwald – Lauterbrunnen Distanz:  ca. 20 km Aufstieg:  1’150 m Abstieg:  1’400 m Gehzeit:  ca. 7–8 h Nach der langen Königsetappe gestern freuten wir uns auf eine etwas kürzere, aber nicht minder eindrückliche Tour. Von  Grindelwald  aus führte der Weg stetig bergauf, vorbei an Alphütten und über saftige Matten. Immer wieder öffnete sich der Blick auf die umliegenden Gipfel – und ganz besonders auf die  Eiger-Nordwand , die uns ein Stück des Weges begleitete und für echte Gänsehautmomente sorgte. Der höchste Punkt des Tages war die  Kleine Scheidegg (2’061 m)  – mitten in der imposanten Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau. Hier ist auch der Ausgangspunkt der Zahnradbahn zum Jungfraujoch, entsprechend herrscht lebhaftes Treiben. Für uns war es vor allem der perfekte Platz für eine kurze Rast mit grandiosem Panorama. Der anschliessende Abstieg führte uns ins  Lauterbrunnental  – eines der spektakul...

9. Tag - Camping Haslital – Brandegg

Bild
09.08.2025 – Etappe 9: Camping im Haslital – Zeltplatz bei Brandegg (Grindelwald) Distanz:  31.1 km Aufstieg:  1’946 m Abstieg:  1’671 m Gehzeit:  ca. 10 h 39 min Vom  Camping Derfli  im Haslital starteten wir in eine der längsten Etappen bisher. Der Weg führte durch das Reichenbachtal, wo gleich zu Beginn die berühmten  Reichenbachfälle  beeindrucken. Die oberste Stufe stürzt 120 Meter in die Tiefe – weltbekannt durch die Sherlock-Holmes-Geschichte von Arthur Conan Doyle. Über Wiesen und Moorgebiete ging es weiter Richtung  Rosenlaui , wo sich das traditionsreiche Nostalgiehotel und die wilde  Rosenlauischlucht  befinden. Dahinter dominierte das mächtige  Wetterhorn , dessen Gletscherausläufer und Felsflanken das Tal beherrschen. Ab der  Schwarzwaldalp  führte der Weg stetig bergauf zur  Grossen Scheidegg (1’962 m) . Hier öffnete sich erstmals der Blick auf die gewaltige  Eiger-Nordwand  und die Gipfel...

8. Tag - Zeltplatz vor Engstlenalp – Camping im Haslital

Bild
08.08.2025 – Etappe 8: Engstlenalp – Camping im Haslital (Meiringen) Distanz:  22.4 km Aufstieg:  813 m Abstieg:  1'946 m Gehzeit:  ca. 7 h 10 min Von der  Engstlenalp  führte uns der Weg entlang des Engstlensees zunächst in Richtung  Tannalp . Der idyllische  Tannensee , durch einen Schüttdamm in den 1950er-Jahren entstanden, ist bis heute beliebt bei Fischerinnen und Fischern – hier werden mehrere Forellen- und Saiblingsarten eingesetzt. Mit Blick auf Tannen- und Melchsee begann der Aufstieg zum  Balmeregghorn . Der Grat besticht mit einer fantastischen Aussicht: im Rücken der Triftgletscher, vor uns das Panorama auf  Eiger, Mönch und Jungfrau . Von hier startete auch der berühmte  Horizontweg  – eine der schönsten Gratwanderungen der Region. Knapp anderthalb Stunden lang bot er reines Genusswandern mit Weitblick. Historisch spannend: Schon um 1400 wurde auf diesen Höhen  Eisenerz abgebaut , sowohl von den Obwaldnern als...

7. Tag - Surenenpass - Zeltplatz vor Engstlenalp

Bild
07.08.2025 – Etappe 7: Surenenpass – Zeltplatz vor Engstlenalp Distanz:  24.9 km Aufstieg:  1’438 m Abstieg:  1’534 m Gehzeit:  ca. 8 h 39 min Nach einer eindrücklichen Nacht auf dem  Surenenpass  setzten wir unsere Tour fort. Der Abstieg nach Engelberg war fordernd, aber abwechslungsreich – steile Passagen wechselten sich mit idyllischen Höhenwegen ab. Immer wieder eröffneten sich fantastische Blicke auf die Gipfelwelt rund um den  Titlis , der mit seiner imposanten Kalksteinwand die Szenerie dominierte. Über grüne Weiden führte der Pfad hinunter zur  Blackenalp  und weiter ins Tal, begleitet vom Stierenbach. Ab hier begann der lange Aufstieg in Richtung  Trübsee . Der türkisfarbene Bergsee liegt spektakulär am Fuss des Titlis und lädt im Sommer sogar zu einem kurzen Sprung ins Wasser ein. Der Weg zog weiter hinauf zum  Jochpass (2’222 m) , wo die Grenze ins Berner Oberland überschritten wird. Von hier war das Tagesziel bereits sic...

6. Tag - Attinghausen - Surenenpass

Bild
06.08.2025 – Etappe 6: Attinghausen – Surenenpass (Schutzhütte) Distanz:  10.6 km Aufstieg:  1'914 m Abstieg:  123 m Gehzeit:  ca. 5 h 52 min Heute haben wir die geplante Route bewusst angepasst: Anstatt bis nach Engelberg zu laufen, entschieden wir uns für einen kürzeren, aber intensiveren Abschnitt – direkt von  Attinghausen  hinauf zum  Surenenpass (2’291 m) . Der Weg begann steil und fordernd: fast 2’000 Höhenmeter am Stück über alte, in die Wiesen eingelassene Trockenmauern bis nach  Brüsti . Schon hier bot sich ein fantastischer Rückblick über die  Reussebene , den  Urnersee  und das Schächental. Mit jedem Schritt öffnete sich das Panorama weiter, begleitet von einer vielfältigen Alpenflora. Besonders eindrücklich war der Abschnitt über den Grat bei den  Chräienhöreli  – felsig, ausgesetzt und mit Schiefergestein, aber dank Ketten und Seilen gut gesichert. Von dort führte der Weg über Alpweiden und kleine Schneefelde...