19. Tag - Château-d’Oex – Montreux
19.08.2025 – Etappe 19: Château-d’Oex – Montreux
Distanz: 36.7 km
Aufstieg: 2’035 m
Abstieg: 2’556 m
Gehzeit: ca. 12 h 35 min
Ursprünglich wäre diese Strecke in zwei Etappen unterteilt gewesen: zuerst nach Rochers-de-Naye, dann hinunter nach Montreux. Da für Mittwoch jedoch schlechtes Wetter angesagt war, entschieden wir uns, beide Abschnitte an einem Tag zu laufen – eine echte Monstertour als Finale.
Der Aufstieg führte von Rossinière, bekannt für das Grand Chalet, das grösste Holzhaus der Schweiz mit 113 Fenstern, stetig bergauf über den Col de Solomon und ins Hongrintal. Nach einem Abstieg ging es erneut hinauf zum Col de Chaude – hier öffnete sich erstmals der fantastische Blick auf den Genfersee. Von dort zog sich der Weg weiter bis zu den Rochers-de-Naye (2’042 m), dem Hausberg von Montreux. Hier oben befindet sich ein Alpengarten mit über 1’000 Pflanzenarten – und der Panoramablick reicht vom Mont-Blanc-Massiv über die Jungfrauregion bis zu den Freiburger Voralpen. Ein Moment, der uns den Atem nahm.
Der Abstieg nach Montreux war extrem lang und kräftezehrend – über 1’600 Höhenmeter hinab, teils über steile Grat- und Felswege. In der Gegend von Caux und Glion führte der Weg durch die Gorges du Chauderon, eine wilde Schlucht mit moosbewachsenen Felswänden, bevor wir schliesslich das Ziel erreichten: die Seepromenade von Montreux.
Die Ankunft war überwältigend – Palmen, mediterranes Flair und die Gewissheit, es geschafft zu haben: Fast 400 km und unzählige Höhenmeter auf der Via Alpina Schweiz lagen hinter uns.
Fazit: Mit 36 km und fast 13 Stunden Gehzeit war diese Königsetappe die härteste, aber auch die eindrücklichste unserer Reise. Die Kombination aus historischem Rossinière, dem Panorama vom Rochers-de-Naye und dem Abstieg bis zum Genfersee machte diesen Tag zu einem unvergesslichen Finale.
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